Pilates
Die Pilates-Methode wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Joseph Hubert Pilates entwickelt. Es handelt sich hierbei um ein System von Übungen, das gleichzeitig die Muskulatur dehnt und kräftigt, die Haltung verbessert, die Körperwahrnehmung schult und das Gleichgewicht optimiert.
Durch ein bewusstes und langsames Bewegen entsteht ein "Fluss" in der Bewegung, der das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist trainiert. Pilates erhöht nicht nur die Körperkraft, -flexibilität und -koordination, sondern baut auch Stress ab, schärft die Konzentrationsfähigkeit und fördert ein verbessertes Wohlbefinden.
Die Atmung und Konzentration stellen in fast allen Bewegungs- und Entspannungs-techniken entscheidende Faktoren dar und sind auch in der Pilates-Technik Schlüssel-elemente. Joseph Pilates war davon überzeugt, dass eine Übung, die nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit ausgeführt wird - also voll automatisiert abläuft - keinen wirklichen gesundheitlichen Benefit bringt.
Alle Pilates-Bewegungen gehen vom Körperzentrum aus und basieren auf körperlicher Stabilität, die wiederum von der Kraft der Körpermitte abhängt. Joseph Pilates bezeichnete das Körperzentrum als "Powerhouse". Die Bauch- und Rückenmuskeln sowie der Beckenboden bilden zusammen das Powerhouse und schützen die Wirbelsäule und die inneren Organe. Das Powerhouse stellt das Fundament dar, auf das wir uns im täglichen Leben verlassen können.
Wichtige Elemente beim Pilates sind
Die Pilates-Atmung
Bei der speziellen Pilates-Atmung wird die Atmung beim Einatmen in den Brustkorb gelenkt und beim Ausatmen das sogenannte Powerhouse aktiviert. Diese Spannung in der Körpermitte wird während der gesamten Übungsausführung gehalten.
Das „Powerhouse“
„Powerhouse“ – so nannte Joseph Pilates die Körpermitte, die in jeder Pilates-Übung aktiv ist. Alle Bewegungen gehen vom Powerhouse aus – das sind die Muskeln um die Körpermitte (Bauch, unterer Rücken, Beckenboden und Hüften). Die Muskeln des Powerhouse bilden einen imaginären Gürtel um die Körpermitte, so dass die Bewegungen von dort gestartet werden können und gleichzeitig die Wirbelsäule und die Organe geschützt sind. Das Powerhouse sollte während der eigentlichen Übungsausführung mit mindestens 20-30% seiner maximalen Kontraktionsfähigkeit aktiviert werden; bei extremen Hebelwirkungen 50-60%.
Verlängern statt Verspannen
Der Trainierende soll während den Übungen versuchen, den Körper trotz hoher Spannung in die Länge zu ziehen. Man versucht dabei von der Vorstellung her mit der Schädeldecke nach oben und mit den Füßen bzw. mit dem Steißbein nach unten zu ziehen. Der Hals wird lang und der Kopf wird aus dem Körper herausgeschoben. Stellen Sie sich eine Schildkröte vor, wie sie ihren Kopf aus dem Panzer herausstreckt.
Qualität vor Quantität
Eines der wichtigsten Elemente der Pilates-Methode ist, dass die Qualität der Bewegungen das oberste Ziel darstellt. Es geht in diesem Training nicht darum, eine große Anzahl von Übungen und Wiederholungen durchzuführen, sondern ausgewählte Bewegungen sollen mit einer individuell angepassten Wiederholungszahl und der größtmöglichen Qualität ausgeführt werden. Fehlende Qualität bei der Bewegungsausführung lässt das Training weniger effektiv werden und kann negative gesundheitliche Folgen hervorrufen.
Langsame, bewusste Bewegungsausführung
Die Bewegungen im Pilates-Training werden langsam und bewusst durchgeführt. Jede einzelne Bewegungsphase soll aufmerksam, mit wachem Geist durchlebt werden und der Geist soll ganz bewusst die Kontrolle über den Körper haben. Dies kann nur bei langsamem Bewegungstempo realisiert werden.
Sechs Pilates-Prinzipien
Die Prinzipien wurden von Joseph Pilates entwickelt und sind auch heute noch die Basis für alle Pilates-Übungen:
1. Zentrierung
„Powerhouse“ – so nannte Joseph Pilates die Körpermitte, die in jeder Pilates-Bewegung aktiv ist. Alle Bewegungen gehen vom Powerhouse aus – das sind die Muskeln um die Körpermitte (Bauch, unterer Rücken, Beckenboden und Hüften). Damit werden die Stabilität und Kraft aus der Körpermitte heraus aufgebaut.
2. Atmung
Eine kontrollierte, tiefe Atmung unterstützt die Bewegung. Atmung und Bewegung sollen beim Pilates immer im Einklang sein. Der Atemrhythmus bestimmt dabei das Bewegungstempo. Zentral ist die sogenannte „Pilates-Atmung“, bei der man tief in den Brustkorb einatmet und mit dem Ausatmen das Powerhouse aktiviert.
3. Kontrolle
Jede Übung soll bewusst und ohne ruckartige Bewegungen ausgeführt werden. Der Fokus liegt auf der Körperwahrnehmung und der technisch richtigen Ausführung der Übung.
4. Konzentration/Aufmerksamkeit
Das Lenken der Aufmerksamkeit auf die Bewegungsausführung sowie den eigenen Körper ermöglicht ein gutes Zusammenspiel zwischen Körper und Geist. Das Körperbewusstsein wird gefördert und die Bewegungspräzision verbessert.
5. Präzision
Beim Pilates zählt nicht das „Mehr“, sondern das „Wie“ („Qualität statt Quantität“).Kleine, exakte Bewegungen können eine große Wirkung entfalten. Jede Bewegung soll exakt und kontrolliert ausgeführt werden, um fehlerhafte Bewegungsmuster zu vermeiden und die Effektivität der Übung zu maximieren.
6. Bewegungsfluss
Die Bewegungen sollen harmonisch, gleichmäßig und fließend sein. Bewegungen werden dynamisch, aber ohne Schwung ausgeführt.
Termine
öffentliche Kurse
Qigong meets Pilates
bei den Regensburgern
Volkshochschulen